Tutenchamun & Moses (1)

Tutenchamun & Moses (1)

Und jetzt meine Geschichte

Die Geschichte von Joseph, der von seinen eigenen Brüdern an eine nach Ägypten ziehende Karawane verkauft wurde, fand gegen Ende der 17. oder zu Beginn der 18. Dynastie statt.

Einige Generationen nach Joseph ist der Volksstamm der Hebräer so stark angewachsen, dass den Ägyptern aus der Nachkommenschaft Joseph’s eine gefährliche Opposition erwuchs.

Obschon sie „nur“ Bedienstete“ waren, bestand doch ein gewisses Gefahrenpotential, das aus diesem Volksstamm ausging und dies konnte den „göttergläubigen“ Ureinwohnern“ zu einem echten Problem werden.

Unter der Herrschaft von Pharao Amenophis lll kam es nun zum bekannten Aufruf, alle neugeborenen Jungen der Hebräer zu töten. Dank des umsichtigen Einsatzes seiner grossen Schwester überlebte der kleine Moses in einem Weidekörbchen auf dem Nil.

Eine der Nebenfrauen(Prinzessin) des Pharaos entdeckte in und nahm in zu sich an den Hof.

Der Pharao beschloss auf ihr Drängen hin, Mose als seinen Adoptivsohn und Prinzen am Hofe aufwachsen zu lassen. Amenophis hatte bereits schon einen eigenen Sohn, der auch einmal seine Nachfolge antreten sollte.

Zusammen mit dem Kronprinzen Amenhotep, genoss Moses eine unbeschwerte Jugendzeit am Hofe des Königs und durchlebte seine Jugendzeit zusammen mit seinem älteren Halbbruder.

 

Der junge Moses genoss viele Privilegien bei seinem Stiefvater Aménophis lll

 

Moses jedoch wusste, dass er kein Ägypter war, sondern Hebräer. Er fühlte sich immer wieder zu seinem Volk hingezogen und pflegte auch intensiven Kontakt zu ihnen, obschon er ein gutes Leben am Hof genoss.

Jedoch sah er, dass sein Volk nur geringe Bedienstete waren und des öfteren von den Ägypter immer wieder drangsaliert und erniedrigt wurden. Mehrmals kam es zu heftigen Streitereien zwischen Einheimischen und den Migranten, an denen es auch Verletzt und sogar Tote gab.

Moses versuchte dann immer wieder, gepaart mit seinem Gerechtigkeitssinn, auf seine Art und Weise diese Aggressionen und kriminellen Handlungen zu schlichten.

Wohl ging er dann bei der einen oder anderen Angelegenheit zu heftig ans Werk und ist aufgrund dessen beim Pharao in Ungnade gefallen. Da sein Leben in Gefahr war, musste er fliehen und er begab sich in eine Oase in der Wüste der Sinai-Halbinsel.

Dort heiratete er eine Tochter eines Priesters, nahm daselbst Wohnsitz und bekam auch Kinder.

In der Zeit des Aufenthaltes Mose in der Oase Midian starb der Pharao und wie geplant bestieg sein Halbbruder Amenhotep den Thron unter dem Namen Amenophis lV.

Dieser war zu jener Zeit noch sehr jung, gerade mal zwischen 18 - 20 jährig.

Amenophis lV reformierte kurz nach seinem Amtsantritt die Religion und führte den Aton-Kult ein.

Auch Moses hatte seine Erleuchtung im Exil und verehrte fortan nur noch einen Gott.

Amenophis nahm neuen Wohnsitz in Achetaton, dem heutigen Tell el Armana, wo er in Rekordzeit die Neue Hauptstadt bauen ließ. Er nannte sich fortan Echnaton.

Die Ruinen der Hauptstadt Echnatons Achetaton

 

Er heiratet Nofretete, die er in die Regierungsgeschäfte als Mitregentin einband. Sie gebar ihm unter anderem einen Sohn, der später einmal sein Nachfolger werden sollte: Tutenchetaton.

Moses pflegte weiterhin regen Kontakt mit Echnaton, seinem älteren Halbbruder, mit dem er eine schöne Jugendzeit verbrachte. Aufgrund dessen und aus welchen Gründen auch immer hatte Moses seiner Erleuchtung und glaubte fortan auch nur noch an einen Gott. Zudem pflegte er weiterhin guten Kontakt zu seinen Landsleuten in der Hauptstadt, die dort weiterhin nur „niedrige“ Arbeit verrichteten.

Tatsächlich war dem Pharao Echnaton eine relativ kurze Regierungszeit beschieden. Nach siebzehn Jahren auf dem Thron verstarb Echnaton im Alter von 45 Jahren, sein Sohn war gerade mal 9 Jahre alt. Als Thronfolger bestieg nun Tutenchetaton den Thron, als Ziehvater stand ihm der Hohe Priester Eje zur Seite.

Der junge Pharao führte das Erbe seines Vaters Echnaton verantwortungsvoll, seinem Alter entsprechen weiter.

Moses pflegte weiterhin regen Kontakt mit dem Sohn seines Halbbruders und dessen Verherrlichung des einen Gottes.

Unter dem Einfluss und dem Druck seines Ziehvaters Eje jedoch, der einer der wenigen Hohe Priester am Hofe war, und mit der damaligen, mächtigen Priesterschaft des Amun-Ra Kults in Theben liebäugelte,sah sich der junge Paharao gezwungen, wieder die alte Ordnung herzustellen und somit wieder die alte „Staatsreligion“ einzuführen. Aton wurde verbannt, Die alten Götter wurden wieder hervorgeholt, Amun-Ra hatte wieder seinen festen Platz und Tutenchaton änderte seinen Namen, auch auf Druck der wieder eingesetzten und mit viel Macht ausgestatteten Priesterschaft in Tutenchamun.

Der neue Wohnsitz des jungen Pharaos wurde Memphis.

Moses jedoch blieb bei seinem Ein-Gott-Glauben und geriet aufgrund dessen, gemeinsam mit seinen Landsleuten, immer mehr mit der Amun-Priesterschaft in Konflikt.

Im brennenden Dornenbusch hat ihm dann sein Gott den Auftrag erteilt, zusammen mit seinen Landsleuten das Land zu verlassen, indem er ihm versprach, sie ins Gelobte Land, wo Milch und Honig floss, zu führen.

Zusammen mit seinen leiblichen Bruder Aron begab er sich zum Pharao und bat um die Erlaubnis, mit seinem Volk das Land zu verlassen.

Moses und Aron unterbreiten dem Pharao ihre Auswanderungspläne

 

Der junge Tutenchamun war davon nicht all zu sehr begeistert, da er befürchtete, aufgrund dessen auf die wertvolle Arbeit der Hebräer, das Volk seines Onkels, verzichten zu müssen.

Auf Anraten der mächtigen Priesterschaft wurde diesem Ansinnen schlussendlich nicht stattgegeben. Lange und zähe Verhandlungen fanden statt. Moses und Aron versuchten immer wieder mit allen Mitteln, eine Ausreisebewilligung zu erlangen.

Doch plötzlich kamen ihnen ungeahnte Zufälle zu Hilfe.

Zu dieser Zeit suchten mehrere Naturereignisse das Land am Nil heim, die Moses seinem Ansinnen gerade gelegen kamen. Clever nützte er sie bei seinen Gesprächen mit dem Pharao aus und deklarierte sie als Strafen Gottes und setzt ihn damit unter Druck.

Tutenchamun und die Priesterschaft beugten sich nach all diesen Plagen dem Druck und bewilligten nun die Ausreise der Hebräer aus Ägypten.

Es entstand nun in der Folge reges Treiben bei den Hebräern und es wurden riesige Reisevorbereitungen für die bevorstehende Ausreise getroffen

In dieser hektischen Zeit ereilte das Land ein heftiger Schicksalsschlag ungeahnten Ausmaßes, der den bevorstehenden Exodus der Hebräer gefährdete.

19.1.2014