Wissenschaftlichkeit

Wissenschaftlichkeit

Spekulation

Das betrachtende Erforschen der Wahrheit um ihrer selbst willen

Das Streben der Spekulanten, der unter hohem Wagnis Gewinne erreichen will.

Hypothese

Eine Voraussetzung, angenommener, nicht streng bewiesener Vermutung, die aber nötig ist für Experimente.

Theorie

Systematische, rein erkenntnismässige Darstellung einer Wissenschaft

Im modernen Sinn: Entwurf reiner Möglichkeitsstrukturen, der jeder experimenteller resp. historischer/Verifizierung/Falsifizierung vorausgreift.

These

Behauptung, Lehrsatz

Antithese

Gegenbehauptung (antithetisch)

Synthese

Die Zusammenfassung selbständiger Teile/ Komponenten/ Wissenschaftszweige zu einer Einheit. Sie hat dem Vorteil, dass eine Theorie zur These verhilft.

Dabei fallen mir einige klassische Zitate von begnadeten Wissenschaftlern und Forscher ein:

„Es ist nie ganz richtig, irgendetwas für ganz falsch oder ganz richtig zu halten“

„Es gehört oft mehr Mut dazu, seine Meinung zu ändern, als ihr treu zu bleiben“

„Lerne wieder klein und bescheiden zu werden“

„Eine wissenschaftliche Erkenntnis ist immer solange neu, bis sie durch eine noch neuere abgelöst wird. Und dazwischen können nicht selten viele Jahre liegen“

 

Ein Spitzeninformatiker muss nicht unbedingt Archäologe sein

Ein guter Ägyptologe ist unter Umständen kein Spitzenmanager in Betriebsführung

Ein Koch hat vermutlich keine Ahnung im medizinischen Bereich

Ein Spitzenwissenschaftler im Labor hat nicht unbedingt die Qualifikation, Wissen zu vermitteln, weil ihm möglicherweise pädagogische Qualitäten fehlen, er hat sie sich vielleicht auch nie angeeignet.

Aber was können sie alle gemeinsam haben? Richtig! Einen gesunden Menschenverstand, der es ihnen erlaubt, auch mal quer zu denken, von festgefahrenen Dogmas abzurücken und auch ab und zu eine andere Betrachtungsweise zu zulassen.

Kurzum, was ich sagen will: Wenn minimalste, „wissenschaftliche Spielregeln“ eingehalten werden, kann man mit Sicherheit von einer gewissen Professionalität auch bei Nichtwissenschaftlern ausgehen.

Dabei denke ich an Leute, die in der Vergangenheit Pioniertaten geleistet haben. Sie an dieser Stelle zu erwähnen erübrigt sich.

Weshalb denn die wissenschaftliche Vorgehensweise immer wieder, na ja, ich sage mal, „rückfällig“ wird, ist wohl einerseits auf Fehler und Fehlverhalten von Hobby- oder Pseudoforschern zurückzuführen. Andererseits mit Bestimmtheit auch auf das Fehlverhalten der tatsächlichen, regulären und offiziellen Wissenschaft, die mit allen Mitteln aus welchem Grund auch immer darum bemüht ist, Querdenker in die Ecke zu stellen, sie in die Enge zu treiben. Dabei wäre es doch so einfach, nur mal Anstand, Toleranz und ein gewisses Mass an gegenseitigem Respekt aufzubringen. Es ist ja gerade die offizielle Wissenschaft selbst, die immer wieder von festgefahrenen Hypothesen abrücken und neue Arbeitsmodelle erstellen muss, damit eine neue, vielleicht bessere Betrachtungsweise zum gewünschten Resultat führen kann.

Ich denke, wenn es junge, neue Kräfte, eine neue Generation von Querdenkern in der Wissenschaft geben wird, die imstande ist, alle die hinderlichen Hürden zu nehmen, dann denke ich, wird mit Bestimmtheit der Moment kommen, wo die Forschung in allen wissenschaftlichen Bereichen zu Resultaten führen wird, die keine Fantasieprodukte oder „Verschwörungstheorien“ sind, sondern knallharte Fakten und Tatsachen.

30.12.2013